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Architektur

Grassimuseum Leipzig

Architektur · Leipzig · 117 m · Heute geöffnet
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  • Das Grassimuseum am Leipziger Johannisplatz
    / Das Grassimuseum am Leipziger Johannisplatz
    Foto: Foto: Esther Hoyer
  • / Fenster des Bauhausmeisters Josef Albers im Grassimuseum
    Foto: Foto: Helga Schulze-Brinkop
  • / GRASSI Museum für Angewandte Kunst am Abend
    Foto: Gunter Binsack
  • / Besucher in der Dauerausstellung "Jugendstil bis Gegenwart"
    Foto: Foto: Alexander Schmidt, Punctum
  • / Besucher in der Dauerausstellung "Jugendstil bis Gegenwart"
    Foto: Foto: Alexander Schmidt, Punctum

Das Grassimuseum (1925-29) in Leipzig ist ein Gesamtkunstwerk der Moderne: In einzigartiger Weise treffen in diesem Bau Neue Sachlichkeit, Art Déco und Bauhaus aufeinander. Besonders eindrucksvoll sind die Glasfenster des Bauhausmeisters Josef Albers.

Das Leipziger Grassimuseum ist ein Gesamtkunstwerk der Moderne: In einzigartiger Weise treffen in diesem Gebäudeensemble Neue Sachlichkeit und Art Déco, Schlossbautradition und Bauhaus aufeinander. Als einer der wenigen Museumsbauten der Weimarer Republik entstand der imposante Bau zwischen 1925-29 in Leipzigs Innenstadt nach Entwürfen des Architekturbüros Zweck & Voigt. Die Oberbauleitung hatte Stadtbaurat Hubert Ritter inne. Der Bauhausmeister Josef Albers entwarf für das Museum eine einzigartige Glasfensterfront.

Unter einem Dach sind im Museum, dessen erster Bau aus dem Vermögensnachlass des Kaufmanns Franz Dominic Grassi finanziert wurde, drei Ausstellungshäuser vereint: das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Museum für Musikinstrumente. Der große, erhabene Gebäudekomplex erinnert mit seinen grünen Innenhöfen und Gärten an einen Schlossbau, seine Architektur ist klar von Stilelementen der Neuen Sachlichkeit geprägt. Außergewöhnlich ist die Paarung mit ornamentalen Art déco-Details. Sie gliedern den rötlichen Porphyrtuff in den Fassaden und treten vor allem im mondänen Dachreiter, im Volksmund „Goldene Ananas“ genannt, in Erscheinung. Im Inneren ist der Art déco-Einfluss am eindrücklichsten in der nach ihren gezackten Raumteilern benannten „Pfeilerhalle“ erkennbar: Vom rautenförmigen Parkettmuster über die glamouröse Farbgebung in Blau, Rot und Gold bis hin zu schmuckvollen Beleuchtungskörpern steht sie gänzlich im Stil des Art déco.

Ein markantes gestalterisches Element im Haupttreppenhaus sind die 18 bis zu sieben Meter hohen Fenster nach Entwürfen des Bauhausmeisters Josef Albers aus dem Jahr 1926. Die renommierte Glasmalereiwerkstatt Puhl & Wagner, G. Heinersdorff bemalte und schliff die Fenster aus mehrschichtigem Überfangglas. Klare Konturen, verschiedene Lichteffekte und prägnante, schwarze Einfärbungen machen die Fenster zu einem abstrakten Gesamtkunstwerk.

Albers Fensterfront überstand die Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs, die das gesamte Museum schwer beschädigten, nicht. Nach langen Jahren der provisorischen Nutzung wurde das Grassimuseum zwischen 2001 und 2005 umfangreich saniert. Die originalgetreue Rekonstruktion der mundgeblasenen Glasfenster von Josef Albers konnte schließlich 2011 realisiert werden.

Öffnungszeiten

Heute geöffnet
Sonntag10:00–18:00 Uhr
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00 Uhr
Mittwoch10:00–18:00 Uhr
Donnerstag10:00–18:00 Uhr
Freitag10:00–18:00 Uhr
Samstag10:00–18:00 Uhr

An allen Feiertagen, außer an Heiligabend und Silvester, geöffnet.

Preise:

Eintrittspreise

Profilbild von Antje Horn
Autor
Antje Horn
Aktualisierung: 27.11.2018

Öffentliche Verkehrsmittel

Das Grassimuseum befindet sich am östlichen Rand der Innenstadt, ca. 300 m vom Augustusplatz (Gewandhaus/Oper) entfernt.

Nächstgelegener Bahnhof der Deutschen Bahn: Leipzig Hauptbahnhof

Mit den STRASSENBAHNLinien 4, 7, 12, 15 Haltestelle Johannisplatz

Anfahrt

Mit dem PKW

Parkhäuser am Gutenbergplatz, am Augustusplatz, in der Querstraße; Parkplätze am Täubchenweg, Inselstraße, Dresdner Straße, Talstraße und Salomonstraße

Mit dem Bus

Bei Anreise mit dem Bus orientieren Sie sich bitte an den örtlichen Hinweisschildern. Direkt am Museum (Täubchenweg) können Busse lediglich halten. In der Talstraße, gegenüber dem Museum, befindet sich ein Busparkplatz. Eine Liste weiterer innerstädtischer Busparkplätze und weitere Informationen für Busreisende bietet die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.

Parken

Am Objekt befinden sich PKW-Parkplätze und kostenfreie Bus-Parkplätze.

Koordinaten

DD
51.337717, 12.387847
GMS
51°20'15.8"N 12°23'16.2"E
UTM
33U 318053 5690621
w3w 
///schmücken.wörtern.erzielt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
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Grassimuseum Leipzig

Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig
Telefon +49 (0) 3412229100

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