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Jogging

Laufrunde von der Gleisschleife Prohlis in die Metropole der Steinzeit

Jogging · Dresden-Elbland
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Bernd Schwarz 
  • Palitzsch-Museum in Prohlis
    / Palitzsch-Museum in Prohlis
    Foto: Bernd Schwarz, Community
  • / Info-Stele an der Fritz-Meinhardt-Straße
    Foto: Bernd Schwarz, Community
  • / DREWAG-Häuschen für die Gasversorgung
    Foto: Bernd Schwarz, Community
  • / Schloss Nickern
    Foto: Bernd Schwarz, Community
  • / Pfad am Geberbach
    Foto: Bernd Schwarz, Community
  • / Blick auf Nickern und Prohlis
    Foto: Bernd Schwarz, Community
m 500 400 300 200 8 6 4 2 km

Wir laufen am Freibad Prohlis vorbei und folgen dem Geberbach durch das Wohngebiet bis zum Palitzsch-Museum, weiter zur S172 und durch urbanes Gelände Richtung Kaufpark Nickern, ein Stück am Geberbach entlang, anschließend die Fritz-Meinhardt-Straße hinauf und an den Ausgrabungsflächen der 1990er Jahre vorbei nach Kauscha. Zurück laufen wir durch den Gebergrund, weiterhin durch Altnickern in Richtung Prohlis, nach Querung der S172 gelangen wir über ruhige Straßen zum Ausgangspunkt zurück.
leicht
9,3 km
1:10 h
55 hm
55 hm

Prohlis ist ein Stadtteil im Südosten von Dresden, die Eingemeindung des damaligen Dorfes erfolgte 1921. Hier wurde 1723 der Bauernastronom Johann Georg Palitzsch geboren, bekannt vor allem durch die Entdeckung des Halleyschen Kometen. Zwischen 1976 und 1985 entstand in Prohlis ein riesiges Neubaugebiet, die Plattenbauten sind heute zum größten Teil saniert. Im benachbarten Ortsteil Nickern wurden bei Ausgrabungen in den 1990er Jahren Reste von vier ehemaligen Kreisgrabenanlagen gefunden, sie stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. und waren von Gräben und Palisaden umgeben. Margit Georgi vom Landesamt für Archäologie Sachsen schreibt dazu: „Diese einzigartige Häufung von Kreisgrabenanlagen macht Nickern zu einem der herausragendsten Orte in der mitteleuropäischen Jungsteinzeit“ (Info-Stele des Archaeo-Pfades).

Unsere Laufrunde folgt überwiegend einem Rundwanderweg und Lehrpfad in die Urgeschichte, herausgegeben vom Heimatverein Prohlis e.V., Initiator und Projektverantwortlicher ist Steffen Bösnecker, Informationen dazu findet man in Altnickern (unweit Schloss Nickern). Unterwegs treffen wir auch immer wieder auf Info-Stelen des am 16.05.2020 eröffneten „Archaeo-Pfades Dresden“ (Kulturhistorischer Rundwanderweg am Geberbach).

Autorentipp

Leider ist von den Geschehnissen aus der Jungsteinzeit oberirdisch nichts mehr erkennbar, deshalb bleibt Nickern wohl auch weiterhin ein Geheimtipp. An der Info-Stele „Metropole der Steinzeit? - Die Kreisgrabenanlagen von Nickern“ sollten wir etwas länger verweilen, neben dem interessanten Text findet man einen Übersichtsplan der bisherigen Ausgrabungen (wir befinden uns im Zentrum der vierfachen Kreisgrabenanlage NIE-09), erwähnenswert auch die Abbildung vom Modell der Siedlung.

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
177 m
Tiefster Punkt
124 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Am Geberbach teilweise Pfade, die etwas Trittsicherheit erfordern.

Weitere Infos und Links

Die Runde wurde für das DVB-Laufteam (… fast so schnell wie Bus und Bahn) zusammengestellt. Als Vorlage diente der Rundwanderweg und Lehrpfad von Herrn Steffen Bösnecker „Via Neolithica Dresdensis“, die Wegführung wurde leicht geändert, bzw. der aktuellen OpenFietsMap angepasst.

Start

Prohlis, Gleisschleife (135 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.999717, 13.799458
UTM
33U 415759 5650479

Ziel

Prohlis, Gleisschleife

Wegbeschreibung

Wir verlassen die Gleisschleife Prohlis in Richtung Norden und folgen dem „Grünen Punkt“, links in die Georg-Palitzsch-Straße, nach passieren der Gleise halbrechts durch das Wohngebiet am Geberbach entlang, am Ende des Weges weiterhin dem „Grünen Punkt“ bis zum Heimat- und Palitzsch-Museum folgen, ein Stück der Gamigstraße entlang, dann in den Schlosspark abbiegen bis zur S172 (das Prohliser Schloss wurde nach einem Brand 1985 abgerissen). An der Ampelanlage überqueren wir die stark befahrene Straße, laufen am Baumarkt vorbei bis zur Info-Stele, biegen links in den schlechten Rad- und Fußweg ein und kommen zur nächsten Info-Stele, hier wieder links durch Buschland, nach einigen Metern sehen wir auf der linken Seite ein Gewerbegebiet, auf dem Gelände befand sich die „Grabungsfläche F“ (u. a. neolithische Siedlung mit Hausgrundrissen), weiter am Waldrand über den Abzugsgraben in Richtung Süden bis zur Fritz-Meinhardt-Straße, nach links zur S172, am Autohaus vorbei („Grabungsfläche E“, u.a. mittelneolithisches Hockergrab mit einem Gefäß, bekannt unter „Frau von Nickern“), weiter auf separatem Fußweg, nach 300 m wieder rechts am Geberbach entlang durch das Wäldchen, nächste Gelegenheit rechts über die Brücke, dem Weg am Kleingartenverein bis zur Fritz-Meinhardt-Straße entlang, jetzt nach links, wir kommen an der „Grabungsfläche H“ vorbei, gefunden wurden hier mehrere Siedlungen und die einfache Kreisgrabenanlage DD-02. Schon in unmittelbarer Nähe befand sich (im Wohngebiet zwischen Langobarden- und Büttigstraße), rechts der Fritz-Meinhardt-Straße das Zentrum der zweifachen Kreisgrabenanlage DD-98, wir laufen weiter bergauf bis zu der Stelle, an der der Autobahnzubringer (S191) die Fritz-Meinhardt-Straße unterquert, hier steht rechts die Info-Stele „Metropole der Steinzeit? – Die Kreisgrabenanlagen von Nickern“ (siehe Autorentipp), unser jetziger Standort ist das Zentrum der vierfachen Kreisgrabenanlage NIE-09. Nach kurzer Pause geht es weiter nach Kauscha, wir biegen an der Bushaltestelle links ab und laufen die Dorfstraße (am Dorfanger eine mächtige Stileiche) hinab zum „Grünen Punkt“, wir folgen dem Geberbach in Fließrichtung bis zum Schloss Nickern (mehrmals umgebaut, heute Privatbesitz), in Altnickern einen kleinen Umweg zum Geberbach, danach wieder zum „Grünen Punkt“ und am DREWAG-Häuschen rechts in die Gaustritzer Straße – unbemerkt laufen wir jetzt über die zweifache Kreisgrabenanlage NIE-07 - am Ende der Gaustritzer Straße links abbiegen und zur Tschirnhausstraße, vorher aber den „Grünen Punkt“ verlassen und zwischen Gewerbegebiet und Kaufpark Nickern (hier gab es zwei weitere Grabungsstätten) die Michaelisstraße zur S172, die wir wieder queren müssen. Auf der anderen Seite die Erich-Kästner-Straße entlang und später links in die Windmühlenstraße. Auf der freien Fläche, um die wir jetzt laufen, befanden sich die zu DDR-Zeiten beliebten Sternhäuser, die zwischen 2005 und 2011 nach und nach abgerissen wurden. Zum Schluss überqueren wir noch den „Langen Weg“ und gelangen zur Gleisschleife.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Zur Gleisschleife Prohlis mit der Straßenbahn 1, 9, 13 bzw. Bus 66, 88 oder Buslinie 86 bis Kaufpark Nickern. Aktuelle Informationen und Verbindungsauskünfte unter www.dvb.de

Anfahrt

Aus dem Zentrum von Dresden über die Teplitzer- und Dohnaer Straße (S172) in Richtung Pirna, am Kaufpark Nickern links in den „Langen Weg“ und gleich wieder links zur Gleisschleife.

Parken

Ein Parkplatz (P+R) mit Ladesäulen für E-Autos befindet sich innerhalb der Gleisschleife Prohlis.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Broschüre „Unser Erbe“, Herausgeber: Heimatverein Prohlis e.V., Herzberger Str. 14, 01239 Dresden - Redaktion: Steffen Bösnecker – Kontakt: heimatverein-prohlis@gmx.de

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Laufsachen entsprechend der Jahreszeit.

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
9,3 km
Dauer
1:10h
Aufstieg
55 hm
Abstieg
55 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour kulturell / historisch Geheimtipp

Statistik

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