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Wanderung empfohlene Tour

Durch Wald, Flur, Dörfer & an der Großen Röder entlang im April 2020

Wanderung · Dresden-Elbland
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Mandy Vogel
  • Am Leimberg Weixdorf
    / Am Leimberg Weixdorf
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Forellenteich Langebrück
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  • / Teichlebewesen
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  • / Buschwindröschenteppich am Rödertal
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  • / Große Röder
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  • / Waldspiegelbild im Rödertal
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  • / Teich bei Grünberg in Abendstimmung
    Foto: Mandy Vogel, Community
m 240 220 200 180 160 20 15 10 5 km
Sehr abwechslungsreiche Frühlingswanderung durch Wald, Flur, Dörfer und an der Großen Röder entlang.
leicht
Strecke 24,8 km
6:24 h
563 hm
562 hm
Die Wanderung ist sehr abwechslungsreich. Sie führt über einsame und auch bekannte Wald- und Wiesenwege in Begleitung von munterem Vogelgezwitscher. Dörfer werden durchquert. Nicht zu häufiger Zugverkehr auf den manchmal nahen Eisenbahnlinien bringt Abwechslung. Kleine und größere Wasserläufe werden gekreuzt und ziehen mitunter parallel zum Wanderweg ihre Bahn. Mit etwas Glück kann man in Teichen, die passiert werden, Kröten und Frösche beobachten. Verschiedenfarbige, unbeschwert fliegende Schmetterlinge sind immer mal wieder entdeckte kleine Glücksmomente in der Natur.
Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
248 m
Tiefster Punkt
172 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

z. B. Zwischen Lissabon und Porto ist die Infrastruktur noch nicht so gut ausgebaut. Die Etappen von einer Unterkunft zur nächsten können dementsprechend lang und abenteuerlich sein.

Start

HSt StraBa7 Industriepark Klotzsche (196 m)
Koordinaten:
DD
51.127134, 13.792710
GMS
51°07'37.7"N 13°47'33.8"E
UTM
33U 415517 5664655
w3w 
///mich.gebäude.schein

Ziel

HSt StraBa7 Weixdorf (Endhaltestelle)

Wegbeschreibung

Wanderung durch Wald, Flur und Dörfer zum Tal der Großen Röder

Frühlingslied

Der Frühling hat sich eingestellt;

Wohlan, wer will ihn sehn?

Der muss mit mir ins freie Feld,

Ins grüne Feld nun gehn.

Hoffmann von Fallersleben

Es ist Ostersonntag im April 2020, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein locken ins Freie, um durch die erwachende Natur zu laufen. Die sehr abwechslungsreiche Wanderung beginnt an der Haltestelle „Industriepark“ zwischen Klotzsche und Weixdorf, die man mit der StraBa 7 erreichen kann. Der vermutlich nicht so oft begangene Waldpfad geht direkt in den Wald hinein und verläuft zunächst parallel zu den Bahnschienen, die vom Flughafen kommen. Bald wird der schmale Bachlauf des Ruhlandgrabens überschritten, für den extra ein Durchfluss unter dem Bahndamm geschaffen wurde. Am Gleisdreieck biege ich nach links ab und folge nun dem Weg parallel zum Bahndamm Richtung Königsbrück und Radeberg bis ich rechts eine Unterquerung entdecke und auf die andere Seite der Bahnstrecke gelange. Der Weg nach links führt zum nächsten Gleisdreieck, wo sich die Schienenstränge geradeaus nach Königsbrück und rechts nach Radeberg trennen. Wenn man Glück hat, hört und sieht man ab und zu auch Züge auf den genannten Strecken durch den Wald fahren. Erneut geht es bald unter den Schienen hindurch und der Weg führt nach rechts Richtung Sauerbusch, wo eine sehr alte Rieseneiche steht. Auf dem zum Teil feuchten Waldboden blühen weiße Buschwindröschen und gelbes Scharbockskraut.

Gleich hinter der Rieseneiche wird der Blick frei über die weiten Wiesen, die sich dem Waldrand anschließen, und sich über den Leimberg hinweg bis Langebrück ziehen. Der Weg geht nach rechts aus dem Wald heraus und später wieder nach rechts bis zum gipfelerklimmenden Pfad links über den Hügel hinweg. Nach und nach gewinnt man eine weite Rundsicht: nach Weixdorf zurück, zum Heidewald, nach Langebrück, Schönberg und links am Horizont macht sich der Keulenberg groß. Man möchte Flügel haben, um sich überall schnell hintragen zu lassen. Hier wird wahrlich die Neugierde geweckt, das ganze Umland zu entdecken. Es geht bergab und nach einer Weile führt rechtsseitig ein Weg zwischen Wiesen und Feldern entlang zum Langebrücker Brauereiteich. Vor kurzem war er noch leer und ist jetzt wieder mit Wasser gefüllt, auf dem sich Enten tummeln. Auf den Feldern wächst Raps, der in ein paar Wochen der Landschaft ein sattes Gelb mit seinen Blüten schenken wird. Am Feldweg Richtung Straße stehen Obstbäume, deren schäumende weiße Blütenpracht die staunenden Blicke der Vorbeigehenden auf sich ziehen. An der Straße angekommen, biege ich nach links ab und an der nächsten Kreuzung nach rechts. An vielen älteren Höfen und Dorfhäusern mit Gärten vorbei, in denen bunte Frühblüher zu entdecken sind, erreicht man die nächste Kreuzung. An deren Rand befindet sich die Feinbäckerei Müller ( https://www.dresdner-striezel.de/ueber-uns/ ) mit ihren kreativ gestalteten Schaufenstern. Sie bietet an Wochentagen Di – Sa eine gute Gelegenheit, den Proviant aufzufüllen.

Den Weg setze ich auf der Straße fort Richtung Dresden und biege links in die Badstraße ein. Hier trifft man auf hübsche alte, z.T. villenartige, Wohnhäuser mit Gartengrundstücken, in denen Bäume und Blumen blühen. Fast unbemerkt überquert man den Wasserlauf des „Roten Grabens“, der sehr versteckt durch die Siedlung fließt. Am Ende der Straße befindet sich das über 100jährige, recht naturbelassene Langebrücker Waldbad. Ständig zufließendes Waldquellwasser sorgt für eine gute Wasserqualität. Ich biege rechts in den Wald ab und laufe auf dem Weg zwischen dem Bahndamm der Zuglinie Richtung Radeberg und dem Forellenbach entlang bis zur nächsten Unterführung. Hier teilt man sich den Weg durch den Bahndamm hindurch mit dem entgegen kommenden Forellenbach und gelangt am Rand trotzdem trockenen Fußes auf die andere Seite. Im Wald sieht man linksseitig nun schon den ersten Forellenteich. Die Teiche sollen schon im 17. Jhd. zur Fischaufzucht angelegt worden sein. Momentan kann man Kröten darin entdecken und beobachten, die bald für Nachwuchs sorgen werden. Auch Wildenten haben ihr Revier an dieser Stelle bezogen.

Wenn der zweite Teich passiert ist, führt der Waldweg nach links Richtung Liegau-Augustusbad. Und wieder wird der Bahndamm unterquert. Nach einer Weile endet links der Wald und der Blick geht ungehindert über Wiesen hinweg, bevor erneut der schattige Wald wie ein Tunnel betreten wird. Rechts befand sich früher der Liegauer Saugarten. Die Häuser von Liegau-Augustusbad werden irgendwann sichtbar und mich zieht es in den sogenannten „Forellenwald“ im Ort, der Ende des 19. Jhd. als Parkanlage entstand. Er beinhaltet alte Bäume, mehrere Rhododendronsträucher und miteinander verbundene kleine Teiche. Viele Vögel geben ein Konzert, dem man gern lauscht. Zitronenfalter fühlen sich hier wohl. Auf der anderen Seite kann man die Anlage wieder verlassen und am Anglerteich vorbei nach links zum Tal der Großen Röder abbiegen. Talwärts befinden sich weitere Teiche und man kann hier von der üblichen Wanderroute abweichen und linksseitig der Teiche bergab weitergehen und den Flusslauf einmal anders begleiten. Sehr überrascht war ich welch große geschlossene grüne Waldteppiche die Buschwindröschen hier bilden und mit den zahlreichen weiß leuchtenden Sternenblüten die Wanderer staunend zum Anhalten und Schauen bewegen. Bevor das Seifersdorfer Tal erreicht ist, kann man ganz nahe am Wasser entlanglaufen und seinem plätschernden Gemurmel zuhören. Tag und Nacht zieht hier das nasse Element seine Bahn dem nächsten Fluss zu. Die Große Röder wird nach vielen weiteren Kilometern bei Saathain in die Schwarze Elster fließen. Im Gras am Ufer konnte ich herumhüpfende Frösche beobachten.

An der Marienmühle wechsle ich die Flussseite und nach der Mühle erneut. Es wird nie langweilig von einer Brücke aus, dem dahinziehenden Wasser zuzuschauen – auf einer Seite kommt es entgegen, auf der anderen Seite fließt es davon. Nun folgt ein breites Wiesental, sehr einladend für eine Ruhepause oder ein Picknick. Mich reizt die sichtbare hübsche weiße Holzbrücke, die zum anderen Ufer führt und auch dort einen Pfad anbietet, um weiter zur Niedermühle zu wandern. Rechts geht steil der Hang nach oben und begrenzt abrupt das Tal. Immer wieder kann ich die kleinen weißen Sterne von Buschwindröschen auf dem Waldboden entdecken. Leider ist der Zustand der bald erreichten alten Mühlengebäude sehr schlecht. Das Tal mit dem Wanderweg setzt sich fort Richtung Kunathmühle (Brettmühle; einst Mahl- und Schneidemühle), vorbei an einer Wehranlage vor einem ehemaligen Mühlgraben bis zum Mühlenstandort, wo heute nur noch ein Schornstein der ehemaligen Fabrik mitten im Wald steht. Über eine Brücke wird der Fluss überquert. Die Gebäude der Mühle und späteren Fabrik sind verschwunden und nur ein paar Steinhaufen zeugen von ihrem einstigen Dasein.

Bald endet rechts der Wald und man schaut in neuer Perspektive von oben auf den Fluss hinab bevor man wieder sehr nahe an seinem Ufer entlang gehen kann und in den Genuss des Wassergemurmels kommt. An der nächsten Weggabelung halte ich mich rechts in Richtung Grünberg und übersehe die Informationstafel nicht, die über eine ehemalige Dükeranlage an dieser Stelle berichtet. „Im Düker kann die Flüssigkeit das Hindernis überwinden, ohne dass Pumpen eingesetzt werden müssen.“ Dazu gehört ein Mühlgraben, der später parallel zum Weg verläuft und ebenfalls mit einer Informationstafel versehen ist, um ihn nicht ganz und gar in Vergessenheit geraten zu lassen.

Im bald erreichten Waldhufendorf Grünberg geht es nach links zum Rastplatz „Ochsenbude“ mit der Bäckerei Böhme gegenüber ( https://www.baeckerei-boehme.de/ ). Von April bis September wird hier Brot im historischen Holzbackofen gebacken; es ist sehr lecker und man sollte sich eine Kostprobe nicht entgehen lassen.

An der Stelle befindet man sich bereits auf dem Grünberger Rundwanderweg.  Er führt mich nun in Richtung eines alten ehemaligen Steinbruchs auf dem kleinen Berg  am Dorfrand, (http://www.xn--ortsverein-grnberg-y6b.de/index.php/de/projekte/rundwanderung). Zwischen den hügeligen grünen Feldern und einer Wiese entlang geht es weiter zu Käpplers Teich, an dessen Ufer sich die trockenen Schilfhalme im Wind wiegen. Begleitet von Lerchengesang aus der Luft setze ich meine Wanderung über weites Wiesenland in Richtung Weixdorf fort. Von der Friedersdorfer Höhe aus lohnt es, noch einmal den Blick rundum in die Ferne schweifen zu lassen, ähnlich wie am Anfang der Tour vom Leimberg aus. Weixdorf ist bergab durch eine Siedlung mit zahlreichen Wohnhäusern im schwedischen Baustil bald erreicht, links geht es zu den mit Wasservögeln bevölkerten Mühlteichen und der anschließenden Weixdorfer Badestelle. Von dort sieht man schon bald den Übergang über die Schienen der Bahnlinie Richtung Königsbrück. Ich benutze ihn und laufe zur Endhaltestelle der StraBa 7, die mich wieder Richtung Klotzsche und Innenstadt bringen wird.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Koordinaten

DD
51.127134, 13.792710
GMS
51°07'37.7"N 13°47'33.8"E
UTM
33U 415517 5664655
w3w 
///mich.gebäude.schein
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
24,8 km
Dauer
6:24 h
Aufstieg
563 hm
Abstieg
562 hm
mit Bahn und Bus erreichbar geologische Highlights botanische Highlights Etappentour

Statistik

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Funktionen
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Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
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Abstieg  Hm
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Tiefster Punkt  Hm
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