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Kleditzsch- und Tännichtgrund im Mai 2020

· 1 Bewertung · Wanderung · Dresden-Elbland
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Mandy Vogel
  • Weide im Kleditzschgrund
    / Weide im Kleditzschgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Blick unter Schäfchenwolken hindurch zu den Weinbergen im Elbtal
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Einem Baum ins Wurzelwerk geschaut
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Baum mit Gesicht und Knubbelnase
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Streuobstwiesen am Kleditzschgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Sägemühle am Tännichtgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Tännichtgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Tännichtgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Tännichtgrund
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Kleditzschgrund bei Weistropp
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Blick zur Cossebauder Brücke neben einem Baum voller kleiner Kirsch-Babys
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Schloß & Kirche Weistropp
    Foto: Mandy Vogel, Community
m 200 150 100 5 4 3 2 1 km
Wanderung in üppig grünen Bachtälern und über Anhöhen mit beeindruckend weiten Aussichten übers Land.
mittel
5,8 km
1:41 h
178 hm
178 hm

Leichte Silberwolken schweben

durch die erst erwärmten Lüfte,

mild, vom Schimmer sanft umgeben,

blickt die Sonne durch die Düfte.

Leise wallt und drängt die Welle,

sich am reichen Ufer hin,

und wie reingewaschen helle,

schwankend hin und her und hin,

spiegelt sich das junge Grün.

W. Goethe

Unsere Wanderung beginnt in Weistropp, einem Ort zwischen Dresden und Meißen, der in Hanglage im Gebiet der linkselbigen Täler liegt. Der hohe Turm einer alten Kirche ist schon von weitem sichtbar. Unmittelbar daneben befindet sich das etwa 300 Jahre alte Gebäude des ehemaligen Schlosses, das ab 2015 saniert wurde und heute mehrere Wohnungen beinhaltet.

In Weistropp liegen mehrere Quellen des Kleditzschbaches, den wir in Fließrichtung neben seinem Bachbett im Kleditzschgrund begleiten wollen. Wenn man den Schlosshof durchquert hat, beginnt anschließend talwärts der Wanderweg durch die Natur. Relativ schnell taucht man in ein sehr üppiges Grün des umliegenden schattigen Waldes ein und wird von einem lauten und vieltönigen Vogelkonzert begrüßt. Man kann die reiche Vielfalt an Grüntönen und Formen von Blättern und Stängeln kaum erfassen. Unser Gang bergab ist leicht und beschwingt.

Dann wechselt rechts der Wald mit einer weiten Wiesenfläche, die zum Bach zu abfällt und einem einzelnen Weidenbaum ausreichend Platz lässt. Er konnte sich an dieser Stelle in voller Größe entfalten und zieht die Blicke auf sich. Wie mit grünem Badeschaum wird der Baum von seinen unzähligen kleinen Blättern an verzweigten Ästen eingehüllt.

Anschließend öffnet sich linksseitig das Tal über im Wind wogenden Getreidehalmen. Es gibt uns die Sicht zu den fernen Weinhängen des Elbtales frei. Über allem schweben federleicht die Schäfchenwolken am blauen Himmel.

Der Weg gräbt sich mehr und mehr schmal ins Erdreich ein und lässt uns unter die vom Regen vielverzweigten Wurzeln der weiter oben stehenden Bäume schauen, die sonst den Blicken verborgen sind. Für einen Moment erscheinen sie wie eine zweite Baumkrone am anderen Ende des Stammes. Sicher werden die kleinen höhlenartigen Verstecke auch von Tieren genutzt.

Plötzlich begegnen wir richtig alten knorrigen Kirschbäumen, die uns wie Gesichter mit Mund, knubbeliger Nase, offenen Augen und etwas wilden Ästehaaren anlächeln. Sie könnten dem Roman „Herr der Ringe“ entwichen sein. Man ist tatsächlich versucht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und sie könnten mit Sicherheit eine Menge erzählen wem sie in all den Jahren begegnet sind: Edelleuten auf Pferden, Kindern, Wanderern, dem Wind und Schnee, Hitze und Kälte, Vögeln und Eichhörnchen, … Auf dem Boden breitet sich an dieser Stelle viel Knoblauchsrauke aus – diesen Namen erhielt sie, weil ihre zerriebenen Blätter und abgebrochenen Stängel nach Knoblauch riechen. Man kann ihre Blätter mit im Salat verwenden.

Gespannt auf weitere Entdeckungen laufen wir weiter. Plötzlich huscht etwas Braunes auf der rechten Seite durchs Gebüsch und im nächsten Moment quert vor uns ein Rehlein mit weiten und sehr eleganten Sprüngen den Weg.  Was für eine seltene und freudige Überraschung!

In Kürze ist dann die Cossebauder Straße nahe der Elbe im Tal erreicht, wo nun nur noch ein kurzes Stück fehlt bis der Kleditzschbach in den großen Strom mündet und sich sein Wasser mit vielen anderen Wassertropfen auf den Weg Richtung Nordsee machen wird. Wir hingegen streben nach einigen wenigen Schritten nach rechts durch den Wald wieder den Hang hinauf. Rechtsseitig fällt eine weite Streuobstwiesenfläche mit vielen Gräsern und Wiesenblumen zum Kleditzschgrund ab. Links ist der Weg von großen älteren Obstbäumen gesäumt. Sie übergaben bereits ihre Blütenblätter dem Wind und schmücken sich inzwischen mit vielen kleinen grünen Früchten. An den weit nach unten hängenden Ästen machen sie schon jetzt Appetit auf ihre späteren reifen Exemplare von Kirschen und Birnen. Das ist ein gutes Lockmittel, mit möglichst leerem Magen die Tour im Sommer zu wiederholen.

Gleich hinter den Bäumen wird das blaue lange Flussband der Elbe sichtbar, die Cossebauder Brücke spannt ihre roten Drahtseile in dreieckiger Fläche zum Brückenkopf und auch die teils mit Wald und teils mit Weinreben bewachsenen Elbhänge von Radebeul sind Bestandteil einer wunderbaren Kulisse. Am Horizont strecken sich in Miniaturgröße die Friedensburg und der Wasserturm von Lindenau weiß leuchtend heraus. Und weiter rechts daneben entdecken wir das markante gelbe Spitzhaus.

Wir erreichen die von Weistropp kommende Straße in Niederwartha, durchqueren den Ort und biegen dann ab in Richtung Tännichtgrund. Auf der rechten Seite fällt ein brauner Holzturm mit einer großen Uhr auf, der zunächst wie ein Kirchturm aussieht, aber zu einer ehemaligen Mühle gehört, der Tännichtmühle. Der Tännichtgrundbach lieferte früher die Energie für diese Sägemühle.

Wir tauchen in den Wald des schattigen Grundes ein. Rechts entdecken wir den Burgbergteich, dessen Oberfläche wie gefroren ausschaut durch die silbrig glänzende Entengrütze auf seiner still daliegenden Wasserfläche. Wir laufen nun stetig berghoch neben dem natürlich gelassen, mäandernden Lauf des Baches. Ein Informationsschild erklärt, dass es hier früher einige Steinbrüche gab, deren senkrecht steile Abbruchkanten wir noch im Laufe der Tour entdecken werden. Schotter und Grundbausteine wurden früher aus dem granitartigen Gestein gewonnen. Zum Teil nahm man die Steine wohl auch für den Untergrund des Wanderweges auf dem wir laufen.

Manchmal können wir den Bach von weit oben inmitten eines grünen Pflanzenteppichs überblicken, manchmal plätschert sein Wasser neben uns und ab und zu überqueren wir ihn auch über Steine im Bachbett. Viel Grün umgibt uns im Schatten der hoch gewachsenen Bäume und das Gezwitscher unzähliger Vögel, die sich nur selten blicken lassen, erreicht unsere Ohren und verbreitet eine unbeschwerte, fröhliche Stimmung.

An einem Rastplatz machen wir kurz Pause und verlassen dann das Bachtal den Berg hinauf. Auf der rechten Seite des Weges war früher vermutlich auch ein Steinbruch, dessen Gelände sich der Wald mit seinem Buschwerk längst zurückerobert hat. Wer aufmerksam schaut, wird auch ein Holzhäuschen im Hintergrund entdecken, das vermutlich eine Futterstelle für Vögel ist. Auf der linken Seite vom Weg geht es steil hinunter. Auch das deutet auf eine Abbruchkante eines ehemaligen Steinbruchs hin.

Als wir die Anhöhe erreichen, treten wir schon bald aus dem Wald heraus und haben herrlich weite Wiesenflächen um uns, die wir durchqueren. Viele Pusteblumen leuchten silbern zwischen den Grashalmen hindurch und schicken ihre kleinen Samenfallschirme auf die Reise. Vielleicht wachsen daraus im nächsten Jahr neue Löwenzahnpflanzen.

Am Wiesenrand erreichen wir die ersten Häuser von Weistropp, deren Gärten mit farbig leuchtenden Rhododendren- und Azaleenbüschen geschmückt sind. Auch der hohe Kirchturm lässt sich schon entdecken, wo sich der Kreis unserer Wanderung schließt.

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
246 m
Tiefster Punkt
111 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Kirche in Weistropp (237 m)
Koordinaten:
DG
51.087254, 13.584262
GMS
51°05'14.1"N 13°35'03.3"E
UTM
33U 400846 5660481
w3w 
///sicht.anteil.wechseln

Ziel

Kirche in Weistropp

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
51.087254, 13.584262
GMS
51°05'14.1"N 13°35'03.3"E
UTM
33U 400846 5660481
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///sicht.anteil.wechseln
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Bewertungen

5,0
(1)
Jürgen Sander 
24.05.2020 · Community
Wunderschöne kurzweilige Rundwanderung
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Gemacht am 24.05.2020

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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
5,8 km
Dauer
1:41h
Aufstieg
178 hm
Abstieg
178 hm

Statistik

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