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Wanderung - So weit die Füße tragen im Mai 2020

Wanderung · Dresden-Elbland
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Mandy Vogel
  • Friedensburg in Radebeul
    / Friedensburg in Radebeul
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Gehöft in Wahnsdorf
    Foto: Mandy Vogel, Community
  • / Blick Richtung Stadt
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  • / Weinterassen und Bismarckturm nahe dem Spitzhaus
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  • / Blick über den Weinberg zur anderen Elbseite
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  • / Radebeuler Paradiesweinberg
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  • / Schönes Fachwerkhaus am Paradies-Weinberg in Radebeul
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  • / Radebeuler Fachwerkhaus
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  • / Schmucke Villa unterhalb der Friedensburg in Rdaebeul
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  • / Mohnblumen am Wegesrand in Radebeul
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  • / Spitzhaus
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  • / Radebeuler Weingut Minkwitz
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  • / Der Tag beginnt
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  • / Der Wein blüht
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  • / Park Cossebaude - 200 Jahre alte Rotbuche (6,50 m Stammumfang)
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m 300 250 200 150 100 50 40 30 20 10 km
Ich habe mir mit dieser Tour meinen Wunsch erfüllt, einmal einen ganzen Tag lang (12-14 h) zu laufen und dabei Orte und Landschaften zu besuchen und damit zu verbinden, die ich mag. Gestartet bin ich in Rähnitz an der Endhaltestelle der StraBa 8. Beendet habe ich die Wanderung am Zschonergrundbad, Busse 91 oder 93 können benutzt werden.
schwer
47,3 km
12:29 h
1.046 hm
1.102 hm
Es ist eine Tour von fast 50 km und mit ~ 1000 Höhenmetern. Die Wege gehen über Land, durch Wälder und Weinberge ebenso wie durch Orte und Dörfer. Es sind viele natürliche Wege dabei, aber auch Straßen mit festem Belag. Treppenstufen und z.T. steile Pfade kosten Kraft und belohnen mit schönen Aussichten. Man kann unterwegs viel entdecken, aber auch den eigenen Gedanken nachhängen, wenn die Straßen manchmal scheinbar nicht enden wollen. Ich empfand es als schön, neugierig sein zu dürfen was mich hinter der nächsten Kurve oder auf dem nächsten Hügel erwartet. Das war oft auch mein Antrieb für diese genußvolle Tour. Ich bin unendlich verblüfft wie weit mich meine Füße an einem Tag tragen können.

Autorentipp

Man kann die Wanderung gut in einzelne Etappen aufteilen. Besonders empfehlenswert finde ich den Weinwanderweg durch Radebeul, der unterwegs richtig gut ausgeschildert ist mit Übersichtskarten. Ich habe sie fotografiert und konnte mich so jederzeit optimal orientieren. Im Herbst lohnt sich sicher eine Weinverkostungstour; die Frage ist wann man so angetrunken sein wird, dass man lieber sitzen bleibt am Weinberg  ;-) . Vielleicht probiere ich es aus und kann dann davon berichten.
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
302 m
Tiefster Punkt
100 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Unterwegs entdeckt:

(1) Winzerei Paradiesberg - www.winzerei-paradieberg.de

(2) Minkwitz'sches Weinberghaus für Feste: Kontakt über marievonminckwitz@web.de

(3) Straußwirtschaft an der Finsteren Gasse: Kontakt über weinwalter@freenet.de

(4) Besenwirtschaft auf dem Radebeuler Steinrücken - www.besenwirtschaft-steinrücken.de

Start

Der Startpunkt befindet sich in Dresden Rähnitz (bei Hellerau). (211 m)
Koordinaten:
DG
51.117040, 13.741031
GMS
51°07'01.3"N 13°44'27.7"E
UTM
33U 411882 5663594
w3w 
///angelegt.bekleidet.bekommt

Ziel

Der Zielpunkt befindet sich am Zschonergrundbad. An der dort liegenden Bushaltestelle kann man den Bus Richtung Cotta benutzen.

Wegbeschreibung

So weit die Füße tragen

Früh am Morgen verlasse ich das Haus, um einen ganzen Tag lang, das Dresdner Umland wandernd zu erobern. 8 Uhr möchte ich am Spitzhaus sein und gegen Mittag an der Cossebauder Elbbrücke.

Während ich an den alten Höfen in Rähnitz entlang gehe, die ersten blühenden Wildrosen, farbig auffallende Lupinen entdecke und sehe, dass bald die Linden blühen werden, steigt hinter mir die Sonne in den Himmel empor. Die Straßen und Wege sind menschenleer, die Vögel singen ihr Morgenlied. Beschwingt komme ich in Wilschdorf an, durchquere den Ortskern und umlaufe das Werksgelände von Globalfoundries. Auf den Wiesen blühen leuchtend rote Mohnblumen. Mitten im mit Beton reichlich versehenen Gewerbegebiet entdecke ich einen Teich, auf dem bald Seerosen blühen werden. So eine unerwartete schöne Oase! Ab Boxdorf geht mein Weg an Feldern vorbei nach Reichenberg. Einen kurzen Halt mache ich an der alten ehrwürdigen Kirche des Ortes. Nun geht es bald bergauf nach Wahnsdorf. Als ich zurückschaue, liegt im Hintergrund eine große Waldfläche aus der die Turmspitze der Moritzburger Kirche herausschaut und auch die vier Spitzen des bekannten Jagdschlosses. Alles sieht sehr klein aus. Gegen 8 Uhr stehe ich tatsächlich an der weiten Aussicht neben dem Spitzhaus. Links hinten entdecke ich den Fernsehturm und auch die vielen Türme der Dresdner Innenstadt. Beim Weitergehen zum benachbarten Bismarckturm leuchten mir am Rand filigrane weiße Holunderblüten wie besondere Kunstwerke entgegen. Und dann stehe ich oberhalb vom Weinberg, in dem am Morgen schon ein Winzer arbeitet in Vorbereitung der erwarteten Erträge vieler Weintrauben im kommenden Herbst. Am Horizont strecken sich die Hänge der gegenüberliegenden Elbseite aus dem Tal heraus. Werde ich heute noch dort stehen, können mich meine Füße so weit tragen? Und was werde ich alles entdecken unterwegs? Ich bin mehr als neugierig, laufe oberhalb des Weinberges weiter und entscheide mich nicht für die sich hier eigentlich anbietende Spitzhaustreppe. Ich möchte auch neue Wege gehen und Verstecktes entdecken. Der Gang durch den Wald bergab in den Lößnitzgrund erfolgt auf Trampelpfaden, die rechts abenteuerlich und rutschig sind, aber dennoch folge ich ihnen. An der Grundmühle erreiche ich das Tal, überquere den Lößnitzbach und laufe Richtung Paradiesweinberg, weil ich ihn noch nicht kenne. Am Weg liegt ein hübsches altes Fachwerkhaus mit Ausschank namens „Niederlößnitzer Paradies-Winzerhaus“. Es wurde lt. einer Informationstafel im Zeitraum 1710-1730 erbaut. Am Ende der schmalen Straße kann man durch eine Pforte auf den „Winzerei Paradiesberg“ gelangen, wo am Wochenende Weinverkostungen angeboten werden. Durch einen grünen Tunnel, der den Weg mit verzweigten Fliederästen überbrückt, erreiche ich die Finstere Gasse. Ich entscheide mich dafür, bergab statt gezielt geradeaus zum Lindenauer Wasserturm (Franzosenturm) zu wandern. Die Sicht auf das alte, majestätisch auf dem Berg thronende Minckwitz’sche Weinberghaus ist eine Belohnung dafür. Außerdem entdecke ich eine Straußwirtschaft, die auch Weinbergsführungen anbietet (ev. eine Idee für den Herbst). Am Ende der langen Gasse biege ich nach rechts ab, laufe an wunderschönen alten Häusern mit grünen Fensterläden vorbei und sehe dann schon oben am Hang das majestätisch weiße Haus der Friedensburg. Über eine steile Treppe kann man den darunter liegenden Weinberg erklettern und hat von oben eine traumhaft weite Sicht bis zur anderen Flussseite der Elbe. Die Cossebauder Elbbrücke mit ihren rot leuchtenden Stahlseilen ist näher gerückt, die Hänge der linkselbigen Täler vom Tännicht- und Kritzschelgrund sind ebenso sichtbar wie die Kirche von Weistropp und das „Weiße Schlösschen“ von Cossebaude. Dort werden meine Füße bald entlanglaufen. Es fasziniert mich wie einfach solche Entfernungen doch zu überwinden sind. Leider gibt es an dieser Stelle keinen durchgängigen Wanderweg mehr, so dass es erst einmal wieder bergab geht. Dabei entdecke ich, dass die Weinreben mit kleinen grünen Blüten an verzweigten Stängeln blühen. Auf dem wieder nach oben verlaufenden Weg zum Wasserturm werde ich über eine Texttafel informiert, dass an dieser Stelle 1876 – 78 ein Wasserstollen in den Hang gegraben wurde. Der Tunnel hinter dem schmucken Portal ist immerhin 368 m lang, ~ 2 m hoch und 1,20 m breit. Durch das kalkhaltige Wasser sollen sich Tropfsteine wie in einer Höhle entwickelt haben. Als ich weiter nach oben schaue, guckt tatsächlich schon die weiß-rot-geringelte Kuppe vom Wasserturm heraus. Darunter breitet sich ein weiter Weinberg aus. Bald stehe ich am Fuß des Turmes und gehe durch einen Wald den Berg hinunter mit dem Ziel, anschließend den Jacobstein neben der Sternwarte und oberhalb von Schloss Wackerbarth zu erreichen. Ich komme an großen Grundstücken mit schmucken Villen vorbei, deren Gärten große Rhododendrenbüsche beheimaten, die gerade jetzt in den schönsten Farben prächtig blühen. Eine Informationstafel weist darauf hin, dass hier im Herbst die Besenwirtschaft auf dem Radebeuler Steinrücken gern die Weinliebhaber empfangen wird. Oben auf dem Berg angekommen, öffnet sich linksseitig die Sicht auf das Elbtal. Die beiden Figuren der Sterngucker-Skulptur sind aber eher am Himmel über mir interessiert. Ich lasse mich auch zu diesem Blick verleiten und bin dankbar dafür, weil sich viele sehenswerte kleine Schäfchenwolken am Himmelsblau ausgebreitet haben. Wie leichte Wattebäusche schweben sie am Himmelszelt. Durch den Weinberg hindurch über eine Treppe gelange ich zum Schloss Wackerbarth, das bereits von oben schmuck ausschaut. Am Belvedere sprudelt das Wasser aus einem Brunnen und belebt die Stimmung. Die von mir bergab- und auf erwanderten Lößnitzer Weinberge haben viele wunderbare Eindrücke in mir hinterlassen.

Nun geht es ein Stück die Meißner Straße entlang bis ich Richtung Kötzschenbroda abbiegen und den Schienenstrang der Zugverbindung zwischen Dresden und Meißen unterqueren kann. Ich mag den Anger von Kötzschenbroda mit den vielen hübschen Häusern, Läden und Innenhöfen sehr, verweile aber nur kurz und gehe Richtung Elbe weiter. Es ist fast Mittagszeit und auf dem Elbradweg tummeln sich viele Menschen bei dem herrlich sonnigen Wetter. Ich finde einen schmalen Weg direkt neben dem breiten dahinfließenden Fluss und begleite ihn ein Stück. Genau zur Mittagszeit stehe ich dann auf der Brücke und wechsle die Elbseite. Am Horizont sehe ich das Spitzhaus, die Friedensburg und den Wasserturm wie Miniaturen in der Landschaft, dabei war ich doch vor kurzen erst dort gewesen. Für einen Moment kommt es mir vor als ob ich Flügel hätte. Bis zu diesem Punkt bin ich ~ 25 km gewandert. Lautes Gequake von unten lässt mich aufmerksam werden. Es muss das Konzert von ganz vielen Fröschen sein. Und wirklich in einem langen Wassertümpel neben der Elbe mit viel Grün klettern sie herum und machen sich mit ihren eigenen Tönen bemerkbar. Und gleichzeitig ist es wie ein Büffet für die Störche, die es vielleicht noch nicht entdeckt haben.

Jetzt habe ich Cossebaude erreicht. Am Tännichtbach entlang gehe ich bergauf und biege nach links in eine Gasse ab, wo ich viele Blumen und später auch blühende Rhododendrensträucher in den Gärten entdecken kann. Mein nächstes Ziel ist der Amselgrund. Ich überquere die dicken Wasserrohre vom Pumpspeicherwerk und schaue nach oben, um eventuell zu entdecken, wo ich später erneut den Rohrstrang queren werde. Es bleibt spannend! Als ich am unteren Ende vom Amselgrund stehe, fällt mir eine Informationstafel auf, die vom Cossebauder Park berichtet. Davon hatte ich noch nie gehört und allein die Ankündigung einer 200 Jahre alten Rotbuche ändert meinen Plan. Statt den Amselgrund durchstreife ich das hanglagige Gelände des ehemaligen Parkes. Unglaublich hoch strecken sich die vielen Bäume in die Höhe. Ich entdecke einen restaurierten Wasserspender und dann auch den alten ehrwürdigen Baum mit einem Stammumfang von 6,50 m. Leider zersetzt sich schon sein Stamm, weil er von Pilzen befallen ist. Als ich den Park durch eine Pforte verlasse, stehe ich plötzlich auf planiertem Gelände, das wie die Vorbereitung einer im Bau befindlichen Straße aussieht. Und unmittelbar daneben befindet sich ein prunkvolles schlossartig ausschauendes Gebäude. Später lese ich, dass es das „Weiße Schlösschen“ (eine ehemalige Fabrikantenvilla, erbaut 1890) ist, das man auch von weitem am Hang von Cossebaude entdecken kann. Bei seiner letzten Restaurierung hat es allerdings eine leuchtend gelbe Farbe bekommen. Durch ein großes Tor verlasse ich das Gelände und laufe nun an einer Streuobstwiese entlang, die zwischen den Bäumen den Blick freigibt zu den Hängen von Radebeul. Ich biege rechts ab und laufe auf dem Gnomenstieg stetig bergauf zur Herrenkuppe. Auf halber Strecke fasziniert mich ein riesig großer Lindenbaum, der den verfügbaren Platz in allen Richtungen für sich gut genutzt hat und weit seine Äste ausbreitet mit tausenden von Blütenknospen, in die bald die Bienenschwärme einkehren werden. Auf der Bank der Herrenkuppe mache ich Rast und lasse mir die bisherige Wegstrecke nochmals durch den Kopf gehen. Was für ein ausgefüllter Tag! Und noch ist er nicht zu Ende.

Es geht dann weiter den Berg hinauf bis zum weißen Gebäude auf dem Osterberg. Eine Informationstafel berichtet davon, dass früher die Germanen zu diesem Berg kamen, um in der Osterzeit den Beginn des Frühlings zu feiern. Aus dieser Zeit hat er seinen Namen. Das schlossartig ausschauende Gebäude war früher eine Gaststätte, beinhaltet jetzt aber Wohnungen und ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Jetzt bin ich neugierig auf die „5 Brüder“, eine Baumgruppe von alten Esskastanienbäumen oberhalb vom Tännichtgrund. Ich verlasse die straße und biege links in einen schmalen Weg ab, später überquere ich wieder die Wasserrohrstränge vom Pumpspeicherwerk, wende mich dann nach links und kann dank der guten Beschilderung den Eingang zum Tännichtgrund nicht verfehlen. Da stehen sie nun vor mir, die als Brüder bezeichneten Bäume mit ihren Ästen, die sich wie Arme zueinander ausstrecken. Neugierig geworden was die Gertrud-Quelle ist, wähle ich den Weg nach rechts. Unterwegs fällt mir ein alter Steinbruch auf mit einer Hinweistafel. Darauf steht, dass an dieser Stelle um 1645 ein Dankgottesdienst vom Weistropper Pfarrer Magister Thobias Emme abgehalten wurde aus Anlass der Friedensverhandlungen zwischen Sachsen und Schweden. Seit 1995 werden hier zur Himmelfahrt wieder Gottesdienste durchgeführt. Was für ein historischer Ort mitten im Wald! Etwas bergab komme ich dann zur Quelle, die auch Wasser sprudelt, das den Berg hinabfließt. Ich setze den Weg an der oberen Hangkante fort und kann irgendwann erahnen, wo unten im Tal der Tännichtgrundbach fließt, den ich später auch noch erreiche. Neben ihm laufe ich den Berg hinauf und sehr oft quere ich ihn auch über Trittsteine im Wasser. Weit ziehen sich die Hänge links und rechts in die Höhe. Ab und zu fallen steile Steinhänge von ehemaligen Steinbrüchen auf. Und an einer Stelle sind aus vielen verschieden großen Steinen kunstvolle Türme entstanden, die die Wanderer gebaut haben – ein Kunstwerk in der Natur. Richtung Weistropp verlasse ich auf ansteigenden Wegen das Tal, durchquere den Ort und laufe nun schon wieder ins Elbtal hinab Richtung Wildberg. Den Weg säumen viele Streuobstwiesen mit alten Bäumen. Am Ortseingang blühen blau und rot leuchtend Korn- und Mohnblumen. Neugierig schaue ich in den Innenhof vom Gut Wildberg, wo ein Kastanienbaum mit vielen roten Blüten die Blicke auf sich zieht. Dazwischen kann ich die ersten winzigen Kastanienkullern entdecken. Mir ist nicht nach Rast zumute und deshalb laufe ich weiter Richtung Constappel, wo mich das Prinzbachtal erwartet. Neben dem Bach geht es wieder bergauf. Es ist eine wenig befahrene Straße, so dass man auch das fließende Wasser ab und zu hört. An einer Furt spielen Kinder und auf den benachbarten Wiesenflächen grasen braune Kühe und der friedlichen Landschaft. Es geht vorbei an einer ehemaligen Mühle, die leider verfallen ist. Am Rand von Kleinschönberg befindet sich eine sehenswerte alte Brücke, durch die der Prinzbach fließt. An der Stelle biege ich nach links ab. Es geht nun steil den Berg hinauf nach Weistropp, wo ich rechts abbiege und über den Galgenberg nach Unkersdorf gelange. Noch einmal habe ich einen freien Blick zu den Radebeuler Hängen. Dort soll ich heute schon gewesen sein? Von weitem hört man bald das Rauschen der Autoströme auf der nahen Autobahn. Ich überquere sie, gehe durch Unkersdorf hindurch Richtung Podemus und überquere dann auf meinem Weg auch noch die nach Prag führende Autobahn. Lang zieht sich der Berg hinab bis ich den Rand vom Zschonergrund erreiche. Rechts ist der Blick frei bis in die Dresdner Innenstadt. Nach dem Ort Podemus gibt es wieder viele Streuobstwiesen.

Leider ist die Zschonermühle geschlossen, sonst hätte ich noch einen Blick auf das alte Mühlrad geworfen und wäre zum Schluss meiner langen Tour eingekehrt. Immer am mäandernden, natürlich belassenen Zschonerbach entlang laufe ich gemütlich durch den Grund. Langsam nimmt nun auch meine Wanderkraft nach der langen Tour ab und ich beschließe, am Zschonergrundbad die heutige Wanderung zu beenden. Von dort kann ich mit dem Bus Richtung Cotta fahren, um dann in die Straßenbahn nach Dresden umzusteigen.

Was für ein Tag, was für eine Tour, was für Entfernungen! Dankbar und glücklich bin ich wie weit mich meine Füße tragen können.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Man erreicht den Startpunkt mit der StraBa 8 an deren Endhaltestelle in Rähnitz (bei Hellerau). Ebenso gibt es eine Bushaltestelle "Dresden Hellerau Kiefernweg" der Linien 70, 72

Parken

Eine Anreise mit dem Auto macht nicht viel Sinn, weil sich das Ende der Tour weit weg befindet.

Koordinaten

DG
51.117040, 13.741031
GMS
51°07'01.3"N 13°44'27.7"E
UTM
33U 411882 5663594
w3w 
///angelegt.bekleidet.bekommt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Man braucht gute Wanderschuhe, die den Füßen helfen, die vielen Straßenwege gut zu laufen. Der feste Bodenbelag ist anstrengend. Es gibt aber auch immer wieder natürliche Wege zwischendurch.

Fragen & Antworten

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Fotos von anderen

5 Brüder - Esskastanienbäume
Blick vom Wanderweg an der oberen Hangkante zum Tännichtgrund
Steintürme im Tännichtgrund
Prinzbachtal
+ 16

Schwierigkeit
schwer
Strecke
47,3 km
Dauer
12:29h
Aufstieg
1.046 hm
Abstieg
1.102 hm
mit Bahn und Bus erreichbar

Statistik

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