Weißer Glühwein zum Winzerstollen

11/23/2017

 

Meißen, 23. November 2017 (tpr) – Hier quirliger Shopping-Trubel, dort beschauliches Markttreiben: Dresden und der sich anschließende, elbabwärts gelegene Landstrich ergänzen sich auch im Advent ganz wunderbar. Während der Dresdner Striezelmarkt weltberühmt ist, sind die vielen kleineren Weihnachtsmärkte in der Region bis Torgau zumeist Geheimtipps. Dabei ergeben Weinbaukultur, Handwerkskunst und regionale Spezialitäten in alten Schlosshöfen, Weingütern und historischen Ortskernen eine besonders romantische und familienfreundliche Mischung. Das sind die Empfehlungen des Tourismusverbandes Sächsisches Elbland für die Vorweihnachtszeit in Dresden Elbland.

Weihnachten beim Winzer
Der Weinbau prägt das klimatisch verwöhnte Elbtal, eine der nördlichsten Weinbauregionen Deutschlands. Und der Wein ist auch im Advent präsent. Schon im Dezember 1834 notierte August Raugraf von Wackerbarth in seinem Schloss in Radebeul das älteste in Deutschland bekannte Rezept zum Erwärmen von gewürztem Wein. 2013 wurde es im Staatsarchiv Dresden wiederentdeckt und wird seither am Entstehungsort unter dem Namen „Wackerbarths Weiß & Heiß“, angepasst an heutige Geschmacksvorlieben, wieder zubereitet.

Der Winzerstollen ist eine Idee der Coswiger Bäckerei Lutz Claus und des Sörnewitzer Winzers Walter Schuh. Statt in Rum baden die Rosinen für dieses Gebäck in Roséwein, dem Rosa Schuh Schieler. Ergänzt wird der Stollen durch Schokoladenstückchen und eine dunkle Schokoglasur. Zur Weihnachtszeit kann die Rarität im Weingut Schuh und in der Bäckerei gekostet und erworben werden.

Um „Wackerbarths Weiß & Heiß“ zu probieren, bieten sich gleich drei Gelegenheiten auf Schloss Wackerbarth an. Zum Auftakt lädt das Sächsische Staatsweingut am ersten Adventswochenende zum Lichterfest für die ganze Familie. Am Sonnabend vor dem zweiten Advent gibt es eine Lange Wein-Nacht mit Musik, Tanz und Wein. Höhepunkt ist der Manufakturen-Markt am dritten Adventswochenende. Das Weingut bietet originelle Geschenkideen aus sächsischer Handwerkskunst. Über 60 Manufakturen stellen sich vor.

Die Winzergenossenschaft Meißen startet am ersten Advent mit magischen Momenten und regionalem Handwerk in den Advent in der Weinerlebniswelt. Natürlich darf auch der hausgemachte Glühwein nicht fehlen. Mit viel Liebe zum Detail gestaltet Winzerfamilie Aust in Radebeul alljährlich ihren Weihnachtsmarkt in ihrem Weingut Karl Friedrich Aust am ersten und dritten Adventswochenende. In kleinen Ausstellungen zeigen die Familie und befreundete Künstler ihr Handwerk. Puppenspieler führen Märchen für die Kinder auf. Den gutseigenen Glühwein gibt es am wärmenden Feuer.

Kurz vor Heiligabend kehrt auch im Weingut Hoflößnitz in Radebeul Weihnachtsstimmung ein. Vom 20. bis 23. Dezember gibt es auf dem ökologisch wirtschaftenden Weingut einen bunten Händlermarkt mit Theater, Live-Musik und Kinderkarussell. Nicht verpassen sollten Besucher den fruchtigen, nach Zimt und Orange duftenden Hoflößnitzer Weißen Glühwein. In den Elbweindörfern Nieschütz, Nünchritz und Diesbar-Seußlitz organisieren die Winzer kleine Adventsangebote, darunter eine Laternenwanderung, einen Adventsmarkt und eine Schlossweihnacht.

Weihnachtliche Handwerkstradition

Auf den Handwerker-Märkten in der Region Dresden Elbland rückt der Wein dann in den Hintergrund. Hier trifft Kunsthandwerk auf weihnachtliche Tradition. Wer selbst Hand anlegen will, sollte die Porzellanmanufaktur Meissen besuchen. Am zweiten Adventswochenende können Nachwuchstalente einen eigenen Spanbaum für die Pyramide drechseln und Herrnhuter Sterne basteln. Kinderbackstube, Puppentheater und ein Markt mit Weihnachtsgeschenken in Meissener Porzellan machen den Ausflug für die ganze Familie perfekt.

Der historische Meißner Marktplatz mit seinem spätgotischen Rathaus und den Renaissancebürgerhäusern versetzt Besucher mit der Meißner Weihnacht im Advent in eine andere Zeit. Händler bieten Töpferwaren und traditionelle sächsische Handwerkskunst an. Eine Besonderheit ist der riesige Adventskalender am Rathaus, der zu den größten in Deutschland gehört. Ab 1. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Fenster. Dahinter sind Märchen und Preise versteckt.

Das älteste privat bewirtschaftete Weingut Sachsens, Schloss Proschwitz Prinz zur Lippe, bietet einen Kunsthandwerkermarkt. Am ersten Adventswochenende erfahren Besucher zur „Proschwitzer Weihnacht“ mehr über sächsisches Kunsthandwerk und genießen hauseigene Weine, Sekte und Destillate. Der Stollenlikör der hauseigenen Meissener Spezialitätenbrennerei Prinz zur Lippe erinnert mit seinen Aromen von süßen Mandeln, Zitrone und Vanille an den Dresdner Christstollen.

Auch in Dresden finden sich kleine, feine Handwerker-Adventsmärkte. Im Stallhof Dresden treffen Besucher auf Schnitzer, Töpfer und Schmiede. Und der liebevoll inszenierte Romantische Weihnachtsmarkt Anno 1900 auf dem Neumarkt an der Frauenkirche präsentiert überlieferte Handwerkskunst und bürgerliche Lebensart im Geist des 19. Jahrhunderts und der Jahrhundertwende.

Märchenhafte Weihnachten

Für Familien haben sich zahlreiche Orte in der Region Dresden Elbland Besonderes einfallen lassen. In eine märchenhafte Weihnachtsatmosphäre tauchen Besucher auf dem Weihnachtsmarkt „Lichterglanz und Budenzauber“ im Radebeuler Ortsteil Altkötzschenbroda ein. Puppenspieler zeigen Inszenierungen für Groß und Klein, während die gute Fee beliebte Kindermärchen vorliest. Auf dem Dorfanger, der mit zauberhaften Laternen erhellt wird, schüttelt Frau Holle alljährlich ihre Betten aus. Kinder können in Back- und Bastelstuben leckere Plätzchen backen und liebevolle Geschenke für das Weihnachtsfest basteln, auf Eseln den Markt erkunden oder eine Fahrt auf dem historischen Pferdchenkarussell genießen.

Schloss Moritzburg widmet sich einem ganz besonderen Märchen. 1973 war das einstige Jagdschloss sächsischer Fürsten Filmkulisse für den zauberhaften Königsball im heute beliebtesten Märchenfilm der Weihnachtszeit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Jedes Jahr erzählt das Märchenschloss in seiner Winterausstellung Hintergrundgeschichten zum Film. Liebevoll nachgebildete Filmszenen, Originalkostüme und multimediale Inszenierungen machen die Schau lebendig.

Märchenhaft geht es auch in Großenhain und Torgau zu. Beim Großenhainer Weihnachtsmarkt erzählt die Großmutter in der Märchenstube weihnachtliche Geschichten, backen kleine Besucher im Hexenhaus süße Plätzchen oder sausen auf Reifen eine Rodelschanze hinunter. Bei der Zabeltitzer Palais-Weihnacht begleitetder Weihnachtsmann während einer Fackelwanderung Interessierte durch den winterlichen Barockgarten. Die Torgauer Märchenweihnacht entführt mit einem Weihnachtsmusical, Puppentheater und einer märchenhaften Ausstellung in fantastische Welten.

Eine Übersicht über diese und weitere Adventsmärkte sowie passende Unterkünfte und weihnachtliche Arrangements liefert der Tourismusverband Sächsisches Elbland unter www.dresden-elbland.de.

Weitere themenbezogene Fotos zum Download im Bildarchiv Sächsisches Elbland: www.dresden-elbland.de/aktuelle-pm

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